Comité Cerezo Mexiko

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Das Comité Cerezo gründete sich aufgrund der Festnahme am 13. August 2001, Folter und Haft der Brüder Alejandro, Héctor und Antonio Cerezo Contreras und der Nebenangeklagten Pablo Alvarado Flores und Sergio Galicia Max in Hochsicherheitsgefängnissen in Mexiko.

 

Alejandro Cerezo Contreras wurde im März 2005 von allen Anklagepunkten entlastet und freigelassen. Pablo Alvarado verließ das Gefängnis im August 2006, Antonio und Héctor Cerezo Contreras im Februar 2009. Alle drei mussten die volle Haftzeit dieser illegitimen und ungerechten Strafe absitzen.

Das Comité Cerezo ist eine Organisation, die auf solidarischer und freiwilliger Arbeit beruht. Sie widmet sich der Verteidigung und Förderung von Menschenrechten politischer und Gewissensgefangenen oder solcher, die aus politischen Gründen zu Unrecht verhaftet wurden. Die Arbeit besitzt einen zivilen, autonomen, nicht religiösen und unabhängigen Charakter und konzentriert sich auf öffentliche Anklagen und die Dokumentation illegitimer Festnahmen, Folter und menschenrechtsverletzender Zustände in mexikanischen Gefängnissen.

Das Comité Cerezo will in Mexiko zur Kenntnis und Inanspruchnahme von Menschenrechten und ihrer der Verteidigung beitragen. Gleichzeitig hat es zum Ziel, Menschenrechtsverletzungen bei politischen und Gewissensgefangenen zu verhindern. Das Comité begleitet verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft in ihrer legitimen Forderung nach Selbstbestimmung und Gerechtigkeit.

Ziele des Comité Cerezo in Mexiko:

Berichte zur Situation von politischen Gefangenen, Gewissensgefangenen.

2. Die Verteidigung der Menschenrechte von politischen Gefangenen und Gewissensgefangenen sowie ihrer Familien und Personen, die mit ihnen in Verbindung stehen.

3. Die Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Schadensersatz im Kampf gegen Straflosigkeit für diejenigen Fälle von Menschenrechtsverletzungen, die durch Unterlassung, oder Duldung des Staates verschuldet werden.

4. Beitrag zur Verteidigung, Förderung und Verbreitung der Menschenrechte der BürgerInnen, die auf legitime Weise ihre sozialen, zivilen und politischen Rechte ausüben.

5. Stärkung der gemeinnützigen Organisation ACUDDEH (Eilaktion für MenschenrechtsverteidigerInnen), welche Mechanismen und Werkzeuge entwickelt, die der Verteidigung und dem Schutz von MenschenrechtsverteidigernInnen dienen.

6. Stärkung einer Kultur der Solidarität und Selbstorganisation der sozialen Akteure mit dem Ziel, das soziale Netz zu stärken.

7. Die seelische Gesundheit innerhalb der Organisationen zu unterstützen und psychosoziale Begleitung anzubieten.

Um diese Ziele zu erreichen, führt das Comité Cerezo Workshops zu folgenden Themen durch:

1. Menschenrechtsbeobachtung

2. Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen

3. Situation von inhaftierten Personen für soziale Organisationen, Menschen, die sich allgemein für diese Themen interessieren oder für Familienangehörige der aus politischen Gründen Gefangenen in Mexiko-Stadt und anderen Bundesstaaten .

Die Workshops sind die wichtigste Arbeit, denn damit begleitet das Comité auch organisatorische Prozesse von sozialen, gewerkschaftlichen und Menschenrechtsorganisationen.

Um Seminare zum Thema Sicherheit von MenschenrechtsverteidigerInnen zu geben, Risikoanalysen zu erstellen und andere Themen rund um Sicherheitsmechanismen von MenschenrechtsverteidigerInnen zu behandeln, hat das Comité Cerezo die gemeinnützige Organisation ACUDDEH (Acción Urgente para los Defensores de Derechos Humanos – Eilaktion für Menschenrechtsverteidiger) gegründet.

Das Comité Cerezo bietet die Workshops kostenlos an, weil wir der Meinung sind, dass Menschenrechte als Wissen und Werkzeug keinen materiellen Gegenwert besitzen. Da die Seminare in verschiedenen Bundesstaaten statt finden, entstehen Kosten für Transport, Verpflegung und evtl. Unterkunft, die jedoch durch die solidarische Unterstützung der jeweiligen Organisationen gedeckt werden.

Die Websites www.comitecerezo.org und www.vientodelibertad.org werden regelmäßig aktualisiert. Erstere dient u.a. dem Zweck über Menschenrechte im allgemeinen und über Veranstaltungen des Comité Cerezo zu informieren und Übergriffe und Drohungen gegen uns oder andere MenschenrechtsverteidigerInnen öffentlich zu machen. Die zweite Homepage ist ein Projekt zur Wahrung der historischen Erinnerung, Verbreitung und Dokumentation von Fällen politischer und Gewissensgefangener in der Mexikanischen Republik. Wir erachten es als grundlegend und vorrangig, die politischen und Gewissensgefangenen und ihre Geschichte, ihre Namen und die Gründe für ihre Verhaftung zu kennen, um sie verteidigen zu können.

Beide Websites tragen zur Erinnerung und Anklage der Straflosigkeit bei, die ebenfalls Menschenrechte verletzt.

Ein weiteres Projekt des Comité Cerezo ist die Zeitschrift Revuelta. Alejandro Cerezo Contreras gründete sie im Jahr 2001 als Projekt der politischen Meinungsäußerung im akademischen Bereich. Nach der Verhaftung der Brüder Cerezo und Pablo Flores wandelte sie sich zur Stimme der politischen und Gewissensgefangenen. Zurzeit erfüllt sie nicht mehr diese Funktion, sondern ist hauptsächlich zum Raum für Reflexion über die Menschenrechtsthematik geworden. Revuelta wird alle drei Monate herausgegeben. Bis jetzt gibt es 17 Ausgaben. Informationen zum Inhalt sind unter www.revistarevuelta.org zu finden.

 

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